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Mein Spot ...

... ist nicht SPO.

Ich fliege im Greifswalder Strandbad Eldena. Es liegt an der sogenannten DĂ€nischen Wiek, einer kleinen Bucht des Greifswalder Boddens. Mit dem Fahrrad bin ich in nur 10 Minuten dort.

Drachenfliegen am Meer, fĂŒr die meisten Binnenland-Kiter der Traum. GleichmĂ€ĂŸiger Wind, glatter, weicher Boden, tolle AtmosphĂ€re. Auch ich hatte mir das in etwa so ausgemalt. Ich schwelgte vor Studienbeginn und freudiger Erinnerung an St Peter Ording. So habe ich mir Eldena auch in etwa vorgestellt.

Denkste!

Der Wind weht in Eldena sehr ungleichmĂ€ĂŸig, es sei denn er kommt aus Norden oder Nordosten. Mein Drachen fliegt manchmal in die entgegengesetzte Richtung von Drachen, die nur 100 Meter von mir entfernt steigen gelassen werden. Und wenn Wind aus Westen mit 3 bft Über Greifswald weht, kommen davon hinter den hohen BĂ€umen, die den Strand sĂ€umen, gefĂŒhlt höchstens 2 bft an.

Doch damit nicht genug!

Wenn man Pech hat, weht der Wind dann endlich einmal richtig, aber am Strand angekommen bietet sich einem ein Bild des Grauens:


Der Feind hat sein Heerlager errichtet

Als Studentenkleinstadt hat Greifswald in Sachen Kultur und Sport nicht so viel zu bieten, wie Studenten es aus grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten kennen, also muss der Strand oft herhalten fĂŒr Events aller Art, um so einen kleinen Ausgleich zu schaffen, Volleyballturniere, Beach-Partys und Beachsoccer stehen an der Tagesordnung.

Wenn der Strand aber mal nicht durch den "Feind" besetzt ist, hat man ihn dafĂŒr bei mĂ€ĂŸigem Wetter in der Regel fĂŒr sich. Und solange der Wind gerade noch so zum Fliegen reicht, lĂ€sst sich die Zeit genießen.

Also sah mein erster Bericht im Drachenforum in etwa so aus:

Meine Erkenntnisse heute:

1. Mit 55 DaN Leinen (30m) eine STD Pearl bei (böigem) Leichtwind von knappen 2 WindstĂ€rken zu fliegen ist Ă€ußerst schwierig.

2. Wind, der die Richtung wechselt, macht es auch nicht besser (zumal er heute fĂŒr den Spot noch aus der ungĂŒnstigen Land-Richtung kam und ĂŒber BĂ€ume und einen Deich musste, bevor er in meinem Drachen landete).

3. Wenn man zwischen einem Strömungsabriss und einem generellen Fehlen von Strömung durch nahezu Windstille nicht unterscheiden kann, ĂŒben sich selbst Basistricks nicht gut!

4. Die Pearl lÀsst sich auch nach (unfreiwilligen) Yo-Yos noch einwandfrei lenken.

5. Wenn ein Trecker den Strand pflĂŒgt (in der Mittagszeit - und dafĂŒr zahl ich als Student 1,50 Eintritt -.-) und dabei die SchnĂŒre mitnimmt, Ă€rgert man sich sehr, besonders, wenn man ihm 25 Meter hinterherrennt, bis der Fahrer es merkt - nicht mal ein "Sorry" bekam ich zu hören.

6. Wenn dann zum schlechten Wind nichtmal die Sonne scheint, es im Gegenteil sogar regnet, macht nichtmal Lernen am Strand mehr Spaß.
(Randbemerkung: Ich war trotzdem 6 Stunden dort)

7. Mir hat bei derartig schlechten Rahmenbedingungen noch NIE ein Kite so viel Spaß gebracht wie die Pearl heute!!!



So macht Fliegen Spaß