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Sturm

Das Wetter scheint sich meinen letzten Eintrag zu Herzen genommen zu haben (an dieser Stelle sorry an jene, die zwischen Sylt und Rømø mit der Fähre fahren wollten – my bad! ;)).
Ich konnte natürlich nicht anders, als diese Chance sofort auszunutzen. In weiser Vorraussicht habe ich mich nicht auf die gefühlte Windstärke in der Stadt verlassen, sondern vorher noch einmal für meinen Spot im Internet nachgeschaut und neben der Pearl auch die Hydra eingepackt. Kaum war ich am Strand angelangt, war ich unglaublich froh über diese Entscheidung. Der Wind war ziemlich unregelmäßig. In den schwächeren Momenten für die Pearl perfekt aber mit Böen von bis zu Windstärke 7-8 dann doch zu viel des Guten. Also durfte die Hydra an die frische Luft. Ich hatte nur leider wieder vergessen, wie schwierig es ist, eine Matte alleine zu starten. Da macht ein bestabter Drachen einem das Leben doch vieeeel leichter. Glücklicherweise war außer mir noch eine nette Dame am Strand unterwegs, die sich mir prompt als Drachenenthusiast vorstellte und mir Starthilfe gewährte. Nach drei Loopings waren dann die Luftkammern der Hydra auch schon voll und sie flog wie eine eins.
Jedoch hatte ich noch etwas vergessen: wie viel mehr Zug diese Matte aufbaut :) Ich habe mich also nach erstem kurzen Schreck einfach eine Stunde quer über den Strand schleifen lassen und mich so richtig ausgepowert. Als der Wind dann noch einmal zulegte und die Hydra selbst am Boden auf die SAFETY Druck ausübte, habe ich sie dann wieder zusammengerollt und sicher verstaut. Die Sonne brachte mich dann dazu, noch ein Weilchen einfach nur im Sand zu sitzen und aufs Meer zu schauen – und siehe da: plötzlich flaute der Wind etwas ab.
Ich bin selbstverständlich sofort aufgesprungen und habe die Pearl aufgebaut. Lange konnte ich ihr selbst den etwas „sanfteren“ Wind nicht zumuten (weil mir die dann und wann einsetzenden Böen immer wieder ins Gedächtnis riefen, dass das Wetter nicht so harmlos war, wie es schien), aber es hat für einige Minuten fliegen und ein paar Snap Stalls gereicht – und die sollte man natürlich gerade bei stärkerem Wind dann und wann trainieren. Außerdem konnte ich heute endlich einmal meine starken Leinen einweihen.

Also alles in allem ein wirklich gelungener Vormittag. Und so ausgepowert war ich schon lang nicht mehr (man bedenke: auch der Weg zwischen Strand und Wohnung will überbrückt werden. Bei Sturm. Mit dem Fahrrad...)

Zum Abschluss noch einige Daten zum Wind:

Windfinder sagt: 19-21 Knoten, 31-38 bei Böen.

Fahrradtacho sagt:

  • Hinweg (mit dem Wind):
    • Maximal – 45 kmh
    • Durchschnitt – 39 kmh
  • Rückweg (gegen den Wind):
    • Maximal – 25 kmh
    • Durchschnitt – 20 kmh

Steißbein sagt: "Wehe du lässt dich noch mal von deiner Hydra von den Füßen reißen, du lebensmüder Vollidiot!!" ;)

In diesem Sinne: Genießt den Sturm! Wir haben ihn uns nach diesem Sommer wirklich verdient!