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Drachen in der PrĂŒfungszeit

Etwas Ironisches hat es ja schon, wenn mein letzter Beitrag vor einer langen Pause "Geduld ist wichtig" heißt. Die auf besagten Beitrag folgenden Wochen - und Monate, wie sich herausstellen sollte - waren fĂŒr mich sehr anstrengend. Es standen wichtige PrĂŒfungen an, nach denen sich in meinem Studium einiges Ă€nderte, plötzlich war meine Woche vollgepackt mit Pflichtveranstaltungen. Und ehe ich mich versah, steckte ich schon wieder in der nĂ€chsten PrĂŒfungsphase - ohne auch nur ein einziges Mal mit Drachen am Strand gewesen zu sein. Im Moment schreibe ich jede Woche eine PrĂŒfung, die Uni lĂ€uft wĂ€hrenddessen weiter, und fĂŒr alles andere bleibt viel zu oft viel zu wenig Zeit.

Heute wurde mir dann eines klar: Die Zeit zum Drachenfliegen muss man sich manchmal einfach nehmen! Die Sonne strahlt und der Wind weht krĂ€ftig, und das auch noch an einem Sonntag. Also habe ich kurzerhand meine Black Pearl geschnappt und bin an den Strand gefahren. Die Zeit dort war ein Segen. Ich habe kaum versucht zu tricksen, habe zunĂ€chst nur große Achten und Vierecke an den Himmel gemalt - oder auch nur einfach völlig verzĂŒckt den Drachen im Zenit beobachtet, den Wind im RĂŒcken und die Sonne im Gesicht.

Auch wenn dieses VergnĂŒgen nur von kurzer Dauer war: Seit Langem war ich nicht mehr so entspannt.

Drachen sind einfach toll!


PS: Da mich der Alltag gleich wieder eingeholt haben wird: Immerhin lohnt sich selbst dieser ganze Lernaufwand: mit dem Recht, hier zu promovieren, habe ich mir auch die Möglichkeit erarbeitet, noch drei Jahre mehr in StrandnÀhe zu wohnen. Und in den drei Jahren hole ich die verlorenen Drachenstunden einfach nach!